Carve-out- & TSA-Readiness-Check
Sind Sie bereit für Day 1? 19 Fragen zu Übergangsvereinbarung, Scope-Abgrenzung, Identität, Infrastruktur, Anwendungen und Umstellung zeigen den Bereitschaftsgrad – und die Punkte, die vor dem Stichtag geklärt sein müssen.
Zur Einordnung: Der Bereitschaftsgrad beruht auf Ihrer Selbsteinschätzung und bildet den Planungsstand ab, nicht die tatsächliche technische Umsetzung. Besonders aussagekräftig wird der Check, wenn abgebende und übernehmende Seite ihn getrennt ausfüllen – die Abweichungen markieren verlässlich die Stellen, an denen später gestritten wird.
Der Stichtag ist selten das Problem – der Ausstieg danach schon
Trennungsprojekte werden fast immer vom Day-1-Termin her gedacht. Der Termin wird dann meist gehalten, notfalls mit Übergangsleistungen, die großzügig weiterlaufen. Teuer wird das Vorhaben danach: wenn der Ausstieg aus der Übergangsvereinbarung ansteht und sich herausstellt, dass die Kriterien dafür nie messbar festgelegt wurden.
Deshalb gewichtet dieser Check die Exit-Seite ähnlich stark wie den Stichtag selbst. Wer am Tag der Unterzeichnung bereits weiß, woran der Abschluss je Service erkennbar ist, verhandelt später aus einer vollkommen anderen Position.
Was regelmäßig zu spät beginnt
- Identität: liegt fast immer auf dem kritischen Pfad.
- Endgeräte: Lieferzeiten binden den Stichtag.
- Lizenzen: Konzernverträge enden mit der Trennung.
- Altdaten: Aufbewahrungspflichten blockieren die Abschaltung.
- Exit-Kriterien: ohne Messbarkeit verlängert sich der Übergang.
Häufige Fragen
Für welche Vorhaben ist dieser Check gedacht?
Für IT-Trennungen jeder Richtung: Carve-out eines Geschäftsbereichs, Verkauf einer Gesellschaft, Ausgründung oder das Ende einer Übergangsvereinbarung nach einer Übernahme. Die Fragen sind so gestellt, dass sie sowohl für das abgebende als auch für das übernehmende Unternehmen sinnvoll zu beantworten sind.
Warum wiegt die Identität so schwer?
Weil praktisch jeder andere Dienst daran hängt. Ohne eigenen Verzeichnisdienst und vorbereitete Konten lässt sich weder ein Postfach umziehen noch eine Anwendung anbinden noch ein Endgerät verwalten. In nahezu allen Trennungsprojekten liegt die Identität auf dem kritischen Pfad – und wird trotzdem regelmäßig zu spät begonnen.
Was wird beim TSA-Exit am häufigsten unterschätzt?
Drei Dinge: erstens die Lizenzsituation, weil Konzernverträge mit der Trennung enden und Neubeschaffung Vorlauf braucht. Zweitens die Aufbewahrungspflichten für Altdaten, die die Abschaltung der Altsysteme blockieren. Drittens der Zeitbedarf für die Exit-Kriterien selbst – ohne messbare Kriterien verlängert sich der Übergangsbetrieb fast zwangsläufig, meist zu deutlich höheren Preisen.
Wie belastbar ist das Ergebnis?
Es ist eine strukturierte Selbsteinschätzung. Der Wert liegt weniger im Prozentwert als in den aufgedeckten Lücken – und darin, dass alle Beteiligten dieselben Fragen beantworten müssen. Für eine belastbare Bewertung sind Verträge, Anwendungsverzeichnis und Umstellungsplan im Detail zu prüfen.
Werden Eingaben gespeichert?
Nein. Die Berechnung läuft vollständig lokal in Ihrem Browser; es werden keine Angaben übertragen oder gespeichert.
Day 1 rückt näher – und die Liste wird länger?
In Trennungsprojekten entscheidet die Reihenfolge über den Termin. Schildern Sie mir Ihren Stand; Sie erhalten eine Einschätzung, was zwingend vor dem Stichtag geklärt sein muss und was bewusst nach Day 2 verschoben werden kann.