Allgemeine Geschäftsbedingungen (AGB)

1. Geltungsbereich

1.1. Diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) gelten für alle Verträge zwischen dem Auftragnehmer (Freiberufler) und seinen Auftraggebern.
1.2. Sie gelten gegenüber Unternehmen (B2B) sowie – soweit rechtlich zulässig – gegenüber Verbrauchern (B2C).
1.3. Der räumliche Geltungsbereich umfasst Deutschland, die Europäische Union sowie Weltweite Leistungen, sofern dem keine rechtlichen oder tatsächlichen Hinderungsgründe entgegenstehen.
1.4. Abweichende, entgegenstehende oder ergänzende Bedingungen des Auftraggebers werden nur Vertragsbestandteil, wenn der Auftragnehmer ihrer Geltung schriftlich zustimmt.

2. Leistungsbeschreibung

2.1. Der Auftragnehmer erbringt Beratungsleistungen (Consulting) sowie Sachverständigenleistungen nach bestem Wissen und Gewissen.
2.2. Inhalt, Umfang und Ziel der Leistungen ergeben sich aus dem individuellen Angebot oder der schriftlichen Vereinbarung.
2.3. Der Auftragnehmer schuldet keinen bestimmten wirtschaftlichen oder technischen Erfolg, sofern dies nicht ausdrücklich vereinbart wurde.
2.4. Ergänzend kann der Auftragnehmer digitale Inhalte oder digitale Dienstleistungen anbieten (z. B. Reports, Dokumentationen, Analysen, Vorlagen). Diese werden – sofern nicht anders vereinbart – ausschließlich elektronisch bereitgestellt.

3. Mitwirkungspflichten des Auftraggebers

3.1. Der Auftraggeber hat sämtliche zur Leistungserbringung erforderlichen Informationen, Unterlagen, Zugänge und Daten rechtzeitig, vollständig und in geeigneter Form bereitzustellen.
3.2. Verzögerungen aufgrund fehlender Mitwirkung verlängern vereinbarte Fristen entsprechend.
3.3. Der Auftragnehmer darf die erhaltenen Informationen als vollständig und korrekt betrachten, sofern nicht offenkundige Fehler erkennbar sind.

4. Vergütung und Zahlungsbedingungen

4.1. Die Vergütung richtet sich nach dem im Angebot vereinbarten Stundensatz, Tagessatz oder Festpreis.
4.2. Alle Preise verstehen sich netto zuzüglich gesetzlicher Umsatzsteuer, sofern diese anfällt.
4.3. Zahlungen sind – soweit nicht schriftlich anders vereinbart – innerhalb von 10 Tagen nach Rechnungseingangohne Abzüge fällig.
4.4. Bei Zahlungsverzug ist der Auftragnehmer berechtigt, Verzugszinsen nach gesetzlichen Bestimmungen sowie Einzugskosten geltend zu machen.
4.5. Der Auftragnehmer kann angemessene Abschlagszahlungen oder Vorauszahlungen verlangen.

5. Liefer- und Leistungszeiten

5.1. Termine und Fristen sind nur verbindlich, wenn sie schriftlich bestätigt wurden.
5.2. Unvorhersehbare Ereignisse (z. B. höhere Gewalt, Krankheit, technische Ausfälle) verlängern die Leistungsfrist angemessen.
5.3. Digitale Produkte werden – sofern nicht anders vereinbart – per E-Mail, Download-Link oder Cloud-Freigabe bereitgestellt.

6. Nutzungsrechte an Arbeitsergebnissen

6.1. Der Auftraggeber erhält ein einfaches, nicht übertragbares Nutzungsrecht an den im Rahmen des Projekts entstandenen Arbeitsergebnissen.
6.2. Weitergehende Rechte – etwa zur Weitergabe an Dritte oder kommerziellen Weiterverwertung – bedürfen einer gesonderten Vereinbarung.
6.3. Der Auftragnehmer bleibt Urheber im Sinne des Urheberrechtsgesetzes.

7. Haftung

7.1. Der Auftragnehmer haftet nur für vorsätzliches und grob fahrlässiges Verhalten.
7.2. Bei leichter Fahrlässigkeit haftet er nur für Schäden aus der Verletzung wesentlicher Vertragspflichten, jedoch begrenzt auf den typischerweise vorhersehbaren Schaden.
7.3. Eine Haftung für mittelbare Schäden, entgangenen Gewinn oder Folgeschäden ist ausgeschlossen, sofern gesetzlich zulässig.
7.4. Bei Sachverständigenleistungen gelten die branchenüblichen Sorgfaltsanforderungen.
7.5. Die Haftung nach zwingenden gesetzlichen Vorschriften (z. B. Produkthaftungsgesetz) bleibt unberührt.

8. Gewährleistung

8.1. Beanstandungen müssen unverzüglich, spätestens innerhalb von 14 Tagen nach Leistungserbringung schriftlich mitgeteilt werden.
8.2. Der Auftragnehmer ist berechtigt, nach eigener Wahl nachzubessern oder Ersatz zu liefern.
8.3. Schlägt die Nachbesserung fehl, kann der Auftraggeber eine angemessene Minderung verlangen.

9. Vertraulichkeit und Datenschutz

9.1. Beide Parteien verpflichten sich, vertrauliche Informationen, die im Rahmen der Zusammenarbeit erlangt werden, nicht ohne Zustimmung weiterzugeben.
9.2. Der Auftragnehmer verarbeitet personenbezogene Daten ausschließlich gemäß geltendem Datenschutzrecht (insb. DSGVO).
9.3. Eine separate Datenschutzerklärung wird dem Auftraggeber zur Verfügung gestellt.

10. Vertragsdauer und Kündigung

10.1. Der Vertrag gilt für die vereinbarte Projektlaufzeit.
10.2. Eine fristlose Kündigung aus wichtigem Grund bleibt vorbehalten.
10.3. Bereits erbrachte Leistungen sind im Falle der Kündigung anteilig zu vergüten.

11. Widerrufsrecht (nur B2C)

Für Verbraucher gelten – soweit anwendbar – die gesetzlichen Widerrufsregelungen.
Bei digitalen Produkten kann das Widerrufsrecht vorzeitig erlöschen, wenn der Auftraggeber ausdrücklich zustimmt.

12. Schlussbestimmungen

12.1. Es gilt das Recht der Bundesrepublik Deutschland.
12.2. Ist der Auftraggeber Unternehmer, ist der Gerichtsstand der Sitz des Auftragnehmers.
12.3. Änderungen und Ergänzungen dieses Vertrags bedürfen der Schriftform.
12.4. Sollten einzelne Bestimmungen unwirksam sein, bleibt die Wirksamkeit der übrigen unberührt.